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Souveräne doppelte Titelverteidigung in Liechtenstein

Anfang September war es wieder soweit: Das renommierte Internationale Jugend-Schachturnier im Fürstentum Liechtenstein erlebte seine 35. Auflage. Das Organisationsteam des Liechtensteinischen Schachverbandes unter der Leitung des neu gewählten Präsidenten Prof. Dr. Adrian Siegel konnte insgesamt 77 Teilnehmer aus sieben Nationen begrüßen. Darunter waren nun bereits zum zwölften Mal in Folge die sechs besten Schachspieler der Arnoldischule Gotha. Diese langjährige Tradition würdigte Vizepräsident Renato Frick auch ausführlich in seinem Turnierbericht für die liechtensteinische Landespresse.

Für die Gothaer Schachspieler stellt diese internationale Turnierreise in jedem Jahr eine große sportliche Herausforderung dar, da man sich grenzüberschreitend mit Gleichgesinnten auf hohem Niveau messen kann.
Ausgetragen wurde das Turnier in den Alterskategorien U10, U14 und U18 im Schnellschach-Modus -sieben Runden Schweizer System- mit einer Bedenkzeit von 25 Minuten je Spieler.

Die Denksportler der ersten Deutschen Schachschule Thüringens gingen in der Kategorie U18 als Titelverteidiger an den Start. Und so nahmen Nikita Kuznecovs (2318 Elo), Tim Leimbach (1687 Elo), Oscar Vinz (1565 Elo), Anselm Maibaum (1224 DWZ), Johannes Funke und Jannis Böhnisch diese Herausforderung im stark besetzten Wettkampf von Beginn an sehr konzentriert und bis in die Fingerspitzen motiviert an.

Bereits in den ersten zwei Runden kam es zu wichtigen Paarungen gegen die vermeintlichen Hauptkonkurrenten der Gothaer um den Mannschaftssieg, den FC Bayern München e.V. Nikita fuhr hierbei am Spitzenbrett zwei wichtige Siege gegen Fana Baktasch (1737 Elo) und Quirin Walbrecht (1842 Elo) ein und Oscar konnte gegen Maximilian Kovalyov (1480 Elo) sicher remisieren. Mit weiteren Siegen für Tim, Oscar und Nikita, der Christian Salwasser vom SC Rastatt (1697 Elo) in einem spannenden Endspiel lehrbuchmäßig mit Turm und König einen Springer fangen konnte, ging der erste Wettkampftag zu Ende und die Arnoldianer lagen in der Teamwertung bereits mit drei Punkten vorn. Der zweite und entscheidende Turniertag begann mit sechs sicheren Siegen für die Gothaer optimal.

Im Spitzenspiel in Runde fünf war unser Nikita wie auch im vergangenen Jahr gegen den starken Hietzinger Leopold Wagner (2087 Elo) erfolgreich und Johannes sowie Oscar holten wichtige halbe Punkte gegen Walbrecht und Hüseynova. Trotz empfindlicher Niederlagen von Johannes, Tim, Anselm und Jannis in der vorletzten Runde, stand die angestrebte Titelverteidigung in der Mannschaftswertung wie auch im letzten Jahr bereits vor der Schlussrunde fest! Hierin gewann Oscar noch gegen Mannschaftskamerad Tim und Nikita überspielte den Österreicher Emilio Flir (1848 Elo) und holte seinen siebten Sieg im siebten Spiel.

Im Endklassement gewannen die Arnoldianer mit 15 Mannschaftspunkten, gefolgt von Bayern München (10 MP) und den Österreichern aus Dornbirn (6,5 MP), souverän das anvisierte Mannschaftsgold. Eine prima Leistung des gesamten Teams!

Ein zusätzliches Ausrufezeichen setzte einmal mehr Nikita: Mit seinen sieben Gewinnpartien verteidigte auch unser FIDE-Meister verlustpunktfrei seinen Vorjahrestitel und sicherte sich einen weiteren Einzelgoldpokal sowie 250 CHF Preisgeld und verwies Leopold Wagner sowie Christian Salwasser mit jeweils zwei Punkten Vorsprung auf die Plätze. Auch Oscar Vinz konnte bei seiner erstmaligen Turnierteilnahme im Fürstentum sehr zufrieden sein. Seine erkämpften 4,5 Punkte reichten im Endklassement für einen starken siebten Platz. Johannes wurde hier 12., Tim 18., Jannis 23. und Anselm landete auf Rang 25.

Nach intensiven Turniertagen bot sich für unsere Delegation noch die Gelegenheit, Land & Leute in der Region kennen zu lernen. So besichtigte das Gothaer Doppelgold-Team, ausgestattet mit thüringischer und liechtensteinischer Landesfahne sowie Siegerpokalen und Medaillen, die prosperierende westösterreichische Stadt Dornbirn, die liechtensteinische Hauptstadt Vaduz und begab sich in der Schweiz auf eine abenteuerliche Gondelfahrt hinauf zum höchsten Berg im Alpstein, dem Säntis. In einer Höhe von 2502m lieferten sich unsere Jugendlichen die erste Schneeballschlacht des Jahres und bewunderten die atemberaubende Aussicht vom Gipfel in Richtung Bodensee sowie Italien und sogar bis nach Frankreich.

Ein herzlicher Dank gilt wieder dem Förderverein des Arnoldi-Gymnasiums für die großzügige finanzielle Unterstützung und dem Autohaus Gotha (AHG), das uns freundlicherweise erneut einen Kleinbus für diese Reise zur Verfügung stellte.

 

Das Arnoldi-Goldteam, ausgestattet mit Siegerpokalen und Medaillen sowie
thüringischer und liechtensteinischer Landesflagge, beim Ausflug auf den 2502m hohen
Säntis in den Ostalpen.

Schachlehrer Lutz Herrmann, Anselm Maibaum, Johannes Funke, Oscar Vinz,
Jannis Böhnisch, Tim Leimbach und Nikita Kuznecovs (v.l.n.r.).

Foto: Hans Stengel

 

Das Thüringer Siegerteam direkt nach der Siegerehrung in der Wettkampfstätte SAL in der
größten liechtensteinischen Stadt Schaan.
Schachlehrer Lutz Herrmann, Tim Leimbach, Oscar Vinz, Johannes Funke,
Anselm Maibaum, Jannis Böhnisch und Nikita Kuznecovs (v.l.n.r.)

Foto Hans Stengel

 

Spannung pur im Duell des Arnoldianers Nikita Kuznecos (links) gegen den starken Quirin
Walbrecht vom FC Bayern München in Runde zwei. In einer atemberaubenden
Zeitnotschlacht behauptete sich der Gothaer im Endspiel knapp.
Foto: Hans Stengel

 

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