
Team der Europaschule Erfurt hat bei Deutscher Schulschachmeisterschaft starken 10. Platz erreicht
Bei der Deutschen Schulschachmeisterschaft der Grundschulen vom 8. bis 10. Juni 2024 in Bad Hersfeld (Hessen) hat die Mädchenmannschaft der Staatlichen Grundschule Europaschule Erfurt in der Aufstellung Juliette Weichel (1. Brett), Daria Kührt (2. Brett), Viktoria Beier (3. Brett) und Fenja Nöthlich (4. Brett) einen sensationellen 10. Platz erreicht.
Bei der Thüringer Schulschachmeisterschaft am 9. März 2024 setzte sich das Team knapp gegen die Grundschule Stadtilm durch und sicherte sich mit dem 1. Platz auch die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft. Daher fuhren die vier Mädchen am 8. Juni 2024 mit den Eltern Diana Weichel und Ingolf Kührt sowie den Trainern Stefan Taudte und Stephan Berner vom SV Empor Erfurt in die hessische Kurstadt Bad Hersfeld, um sich mit anderen Landessiegerinnen aus ganz Deutschland zu messen. Auf dem Plan standen drei Runden am Samstag und Sonntag sowie eine Runde am Montag. Gespielt wurde Schnellschach mit 30 Minuten pro Spielerin.
In Runde 1 startete die Europaschule Erfurt mit einem souveränen 4:0-Sieg gegen die Grundschule Lichtenstein (Württemberg) in das Turnier. Daraufhin mussten die Mädchen bereits in der zweiten Runde gegen die späteren Deutschen Meisterinnen 2024 antreten. Trotz der deutlich höheren Wertungszahlen der Gegnerinnen der Grundschule „Karl Marx“ Plauen (Sachsen), zeigten die Europaschülerinnen ihre Spielstärke und hatten zwischenzeitlich auf drei Brettern eine klar bessere Stellung; ja sogar ein zweizügiges Matt war möglich, wurde aber leider übersehen. Am Ende verloren die Erfurter Mädchen unverdient, aber klar mit 0,5 zu 3,5 Brettpunkten. Aber von dieser Niederlage erholten sich die vier Schachspielerinnen ganz schnell und gewannen in Runde 3 mit 3:1 gegen die St.-Sebastian-Grundschule Raesfeld (Nordrhein-Westfalen). So endete der erste Turniertag auf einem hervorragenden 5. Platz. Auch neben dem Schachbrett hatten Juliette, Daria, Viktoria und Fenja viel Spaß. So konnten Sie sich nach einer Rallye durch den Kurpark und einem Eis noch beim abendlichen Grillen und einigen Brettspielen im Ferienhaus vom Turnier ablenken.
Am Sonntag starteten die Mädchen gegen die Grundschule Tollwitz (Sachsen-Anhalt) denkbar schlecht in den zweiten Tag. Alle vier waren offenbar noch etwas verträumt und verloren ihre Partien durch Zeitüberschreitung. Auch in der fünften Runde lief es alles andere als optimal. Nach anfänglich sehr guter Spielweise und an allen Brettern klar besserer Stellung, lies die Konzentration nach und so mussten Daria, Viktoria und Fenja sich ihren Kontrahentinnen der Schule am Pulverberg (Bremen) geschlagen geben. Nur Juliette holte souverän den Sieg. Nun stand fest, dass die nächsten beiden Runden unbedingt gewonnen werden müssen, um das vor dem Turnier gesetzte Ziel, ein Platz unter den ersten zehn Mannschaften, noch zu erreichen. So zeigten alle vier Mädchen, was sie schachlich leisten können und überspielten die Gegnerinnen der Gottfried-Röhl-Grundschule (Berlin). Mit einem 4:0-Sieg machten die Mädels viele Plätze gut und das Ziel war wieder erreichbar. Nach drei anstrengenden Runden stand Bewegung auf dem Programm. Ein Nachmittag im Jahn-Park mit Klettern, Balancieren und Geschicklichkeitsübungen, zwei Kugeln Eis als kleine Belohnung für die starke sechste Runde sowie ein Mini-Golf-Turnier rundeten den Nachmittag ab. Dabei zeigten die Kinder auch abseits vom Schachbrett, wie sportlich und beweglich sie sind. Gespannt schauten die Trainer nach der Auslosung für die letzte Runde. Mit der Brüder-Grimm-Schule Issum (NRW) sollten die Erfurterinnen auf ebenbürtige Gegnerinnen treffen, bei denen insbesondere an Brett 1 und 4 bisher sehr viele Punkte geholt wurden. Juliette, Daria, Viktoria und Fenja wurden darin bestärkt, dass sie die besseren Spielerinnen sind und sich durchsetzen werden. Auch dieser Abend wurde mit einem Brettspiel abgeschlossen. Müde, aber aufgeregt und gespannt auf die letzte Runde gingen alle zu Bett.
Am Montagmorgen trafen die Erfurterinnen im Turniersaal ein und zeigten noch einmal ihre Stärke. Selbstbewusst und ohne den Gegnerinnen aus Issum auch nur den Hauch einer Chance zu lassen, fegten Sie diese vom Brett. Ein absolut verdienter 4:0 Sieg stand am Ende auf dem Ergebnisformular. Bei der gegen 10:45 Uhr beginnenden Siegerehrung war die Anspannung noch immer spürbar. So wusste niemand, ob die Europaschule Erfurt das Ziel einer Top-Ten-Platzierung erreicht haben. Aber nach und nach wurden die anderen Mannschaften beim letzten Platz 22 beginnend zur Auszeichnung aufgerufen und als dann auch bei Platz 11 noch immer nicht die Europaschule Erfurt genannt wurde, war klar: Das Ziel wurde erreicht. Somit jubelten Juliette, Daria, Viktoria und Fenja überglücklich, als sie schließlich als Zehntplatzierte mit 8:6 Mannschaftspunkten geehrt wurden. Ein Turnier mit starken schachlichen Leistungen ging damit zu Ende und das Trainerteam ist sich einig, dass alle vier Mädels noch viele weitere Erfolge erreichen werden. Die Spielerinnen konnten jeweils 4 Punkte holen, Daria sogar 4,5 Punkte. Die Mädchen waren eine sehr ausgeglichene und harmonische Mannschaft. Nach einem leckeren Mittagessen beim Italiener wurde die Rückfahrt nach Erfurt angetreten. Auf dem Heimweg durften sich die Grundschülerinnen noch auf einem Hof in Görbitzhausen mit Pferden bei der Bodenarbeit vergnügen. Auch diese Überraschung kam sichtlich gut an.
Text und Fotos unter(https://www.facebook.com/thueringerschachjugend/posts/pfbid0FjQe7uxKv1d6AbHjFjWy5tJUXGZUH8zFARvq5DhdFFqXbkG74sqhMPfbCT3dLvxTl): Stephan Berner

