Vimaria Weimar sammelt wertvolle Erfahrungen bei der DVM U16

Als Sieger der Mitteldeutschen Vereinsmeisterschaft ohne individuelle Niederlage reiste der SSV Vimaria Weimar sehr verdient zur Finalrunde der Deutschen Vereinsmeisterschaft (DVM) U16. Am Ende stand Rang 18 mit fünf Mannschaftspunkten (5:9) – ein Ergebnis, das hinter den Erwartungen blieb, der Mannschaft aber wichtige Erkenntnisse auf höchstem Niveau brachte.

Der Turnierauftakt verlief holprig. In Runde 1 fand Weimar gegen einen starken Gegner nicht richtig ins Turnier und verlor mit 0,5:3,5. Während Erdem Han ein Remis erzielte, konnten die übrigen Bretter ihre Chancen nicht nutzen.

In Runde 2 gelang gegen den SV Oberursel der erste Mannschaftssieg. Carlo Bemmann und Erdem Han gewannen an den Brettern 1 und 2, Leonas Bock hielt eine bessere Stellung sicher zusammen. Trotz einer Niederlage an Brett 4 stand ein verdienter 2,5:1,5-Erfolg.

Besonders unglücklich verlief Runde 3 gegen SF München. Carlo Bemmann verlor eine klar bessere Stellung durch Zeitüberschreitung, Erdem Han musste sich nach langem Kampf geschlagen geben. Leonas Bock erreichte trotz Vorteilen nur ein Remis, Alexej Kalinin verteidigte eine bessere Stellung zu passiv. Die 0,5:3,5-Niederlage fiel deutlich zu hoch aus.

In Runde 4

endete der Mannschaftskampf nach eingeschränkter Vorbereitung 2:2. Während Carlo Bemmann und Erdem Han unter Druck gerieten, sorgten Leonas Bock und Georg Berbig mit überzeugenden Siegen für den Ausgleich.

Auch gegen SF Augsburg blieb Weimar glücklos. Zwar gewann Erdem Han eine starke Angriffspartie, doch knappe Entscheidungen an den übrigen Brettern führten zu einer 1,5:2,5-Niederlage.

Runde 6 gegen USG Chemnitz verlief ebenfalls unter Wert. Ein früher Fehler an Brett 1 wog schwer, trotz eines Sieges von Erdem Han reichte es nicht zum Mannschaftspunkt.

In der Schlussrunde zeigte Vimaria Weimar noch einmal Moral. Gegen den SC Viernheim gelang ein klarer 3,5:0,5-Erfolg durch Siege von Carlo Bemmann, Leonas Bock und Georg Berbig bei einem Remis von Erdem Han.

Weimar zeigte, dass man spielerisch auf höchsten Niveau mithalten kann, jedoch kleinste Ungenauigkeiten brutal bestrafft werden. Hieran muss man nun arbeiten. Für die weitere Entwicklung will die Mannschaft vor allem an Konstanz, Chancenverwertung und dem Umgang mit Rückschlägen arbeiten – mit dem klaren Ziel, im kommenden Jahr gestärkt zurückzukehren, denn hier dürfen alle 5 Spieler in derselben Altersklassen noch einmal ran und da dürfte dann mehr drin sein…

Ergebnisse, siehe unter:

https://www.deutsche-schachjugend.de/2025/dvm-u16/

Bild von links nach rechts:

Georg Berbig, Leonas Bock, Erdem Han, Alexej Kalinin, Carlo Bemmann