DEM 2020 Abschlussbericht U12 und U10

Für die jüngsten und kleinsten Schacheleven waren die Bedingungen, unter denen gespielt werden musste, eine besondere Herausforderung. Ja, wegen des Hygienekonzeptes hatten alle sehr viel Platz auf den Tischen, für Essen und Trinken z.B. sowie die beliebten Maskottchen, denn gleich zwei Tische wurden zusammengestellt, um die Spieler und Spielerinnen ein Meter fünfzig entfernt zu halten. Und erfinderisch waren die Kinder mit ihren Eltern schon: Trug die ein oder andere einen Autokindersitz zu ihrem Platze, andere (besonders die Kleinsten) knieten sich einfach hin, um an die Figuren zu kommen. Alle aber mit Maske, die nur zum Essen oder Trinken, unter Wegdrehung vom Gegner, abgesetzt werden durfte. Schon verrückt, diese Coronapandemie mit den vielen Regeln.

Nun aber zu den Thüringer Teilnehmern und Teilnehmerinnen:

U10w

Lena Blaufuß und Thi An Le waren auf den Listenplätzen 23 und 31 gesetzt. Beide verloren ihre Auftaktpartien gegen stärkere Gegnerinnen. Davon ließ sich Lena nicht beeindrucken. Sie gewann die nächsten beiden Partien durch sehr konzentriertes Spiel. Leider folgte dann eine kleine Schwächephase, wobei sie gerade in der fünften Partie zu ungeduldig agierte und so ihrer Gegnerin die Chance zum Kontern gab, die diese auch dankbar nutzte. Die sechste Partie war eine zum schnell vergessen. Noch bevor es richtig losging war die Dame – schwups – weg. Umso schöner dann die Belohnung in der letzten Partie mit einem schönen Matt. Platz 26 ist in etwa der Setzlistenplatz.

Thi An ließ sich durch eine Doppelnull am Anfang auch nicht aus dem Konzept bringen. Sehenswert das Matt des Zentrumkönigs in der dritten Partie. Das gab so viel Selbstbewusstsein, das gleich noch ein weiterer Punkt folgte. Der vorletzte Doppelrundentag war jedoch nicht ihr Tag. Sehr schnelles Spiel verdarb so manche Chance. Am Abschlusstag bewies Thi An, wie toll sie kämpfen kann. Ein für sie sehr schlechtes Endspiel konnte sie Remis halten. Mit Platz 32 hat auch sie ihr Setzlistenergebnis fast erreicht.

U10

Nico Aniol war an Listenplatz 16 gesetzt. Er ist von den dreien Thüringer Teilnehmern in dieser Altersklasse der deutlich stärkste. Souverän bezwang er als einziger Thüringer seinen Erstrundengegner. Etwas undankbar erhielt er den nominell dann schwächsten Gegner, der allerdings in der ersten Runde seinen nominell deutlich stärkeren Gegner bezwungen hatte. Leider ereilte Nico hier das gleiche Schicksal. Danach kam seine stärkste Phase. Er bezwang gleich dreimal nacheinander seine Gegner. Besonders sehenswert das erstickte Matt in der dritten Runde. In der vorletzten Partie ging schon die Eröffnung total daneben, was er im Laufe des Spiels leider nicht mehr ausgleichen konnte. In der abschließenden siebenten Runde hatte er es mit schwarz sehr schwer. Leider ging auch diese Partie verloren. Jedoch konnte er eine Elo-Leistung von 1663 erreichen, was ihn über die Doppelniederlage am Ende trösten sollte. Platz 20 ist sicher nicht ganz das gesteckte Ziel.

Mads Aweh war nominell auf Listenplatz 48 gesetzt. Er ließ sich von seiner Auftaktniederlage auch nicht aus dem Konzept bringen. Er gewann danach gleich dreimal hintereinander, was ihn zwischenzeitlich sogar mit Nico gleichziehen ließ. Der nun folgenden Niederlage, ließ er eine sehr kämpferische Partie folgen, die zum Schluss mit Remis belohnt wurde. Die Endrundenniederlage ändert nichts an einem guten Turnier. Platz 29 ist dankbarer Lohn für eine gute Leistung.

Leonas Bock war an Listenplatz 43 gesetzt. Es fiel ihm schwer ins Turnier zu kommen. Gleich drei Niederlagen zu Beginn, allerdings alle gegen stärkere Gegner, ließen schon Schlimmes befürchten. Doch Leonas gab nicht auf. In der vierten Runde konnte er endlich seinen Gegner besiegen. Dem folgte gleich ein weiterer Sieg am Morgen des Doppelrundentages. Leider verlor er am Nachmittag. Seine abschließende Partie konnte er sehenswert und konzentriert gewinnen. Platz 40 bestätigt am Ende auch seinen Listenplatz.

U 12w

Mathilda Eichhorn war einzige Teilnehmerin in dieser Altersklasse. Mit Listenplatz 8 war sie zu Beginn wohl die chancenreichste Thüringer Teilnehmerin. Doch sollte alles ganz anders kommen. Machte sie sich selbst Druck oder war es einfach nicht ihr Turnier? Selbst chancenreiche Stellungen verdarb sie gleich reihenweise. Irgendwie fehlte ihr das Selbstbewusstsein. Das änderte sich nach dem ersten Remis in der vierten Runde. Endlich bestrafte sie die Fehler der Gegnerinnen und spulte die nächsten beiden Runden gekonnt ab. In der letzten Runde trennte sie sich in einer von beiden Gegnerinnen kämpferisch geführten Partie leistungsgerecht Remis. Mit 3/7 und Platz 32 war es sicher nicht das erwartete Ergebnis.

U 12

Hier hatten wir zwei Teilnehmer, Gregor Göpfert an Listenplatz 40 und Constantin Stadelmann an 51 gesetzt. Beide haben ihre Setzplätze mit Platz 41 und 52 in etwa bestätigt. Es gelang beiden selbst mit weiß nicht, gegen Stärkere zu punkten. Zudem tat sich Gregor auch gegen vermeintlich schwächere Gegner schwer, den vollen Punkt einzufahren. Dennoch haben beide in dieser Woche sicher viel gelernt.

Ich bedanke mich bei den beiden Trainern, Lars Urban und Raiko Siebarth, die unsere Nachwuchseleven umsichtig vorbereitet, die Partien geduldig analysiert und sicher wertvolle Tipps gegeben haben. Ebenso sei den mitfahrenden Eltern gedankt, die sich besonders in der Freizeit gut um ihre Schützlinge gekümmert haben. Das machte mir das Agieren sehr leicht.

Danke auch der DSJ-Mannschaft um Malte Ibs, die mit einer sehr umsichtigen Organisation und einem glücklichen Händchen für den Termin den vielen Kindern das Erlebnis erst ermöglicht haben.

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