Verfasst von Anke Kohl am . Veröffentlicht in Veranstaltungsberichte


 

 Jubiläumsturnier 100 Jahre Meuselwitzer Schachverein

Aufgrund der bekannten Lage veranstaltete der Meuselwitzer Schachverein anlässlich der
Feierlichkeiten zum 100- jährigen Geburtstag mit einem Jahr Verspätung sein Jubiläumsturnier,
welches drei Tage lang im Gemeindesaal in Starkenberg ausgetragen wurde. Es wurden fünf Runden
mit einer Bedenkzeit von 90 Minuten mit Inkrement gespielt. 39 Spieler aus Thüringen, Sachsen,
Sachsen-Anhalt und Berlin hatten sich angemeldet und es gab wertvolle Glaspokale sowie Sachpreise
für alle. Der jüngste Teilnehmer war der zehnjährige Erik Heitmann aus Ilmenau. Großer Favorit war
der FIDE- Meister Christian Aepfler aus Apolda, der mit einer Wertzahldifferenz von über 100
Punkten zum nächsten Spieler an den Start ging.


Vereinschef Torsten Kohl als Turnierleiter konnte vor der ersten Runde den Schirmherrn des Turniers
Wolfram Schlegel begrüßen, der nicht nur der (noch) amtierende Bürgermeister der Gemeinde,
sondern selbst auch ein begeisterter Schachspieler ist.
Es entwickelte sich ein spannendes Turnier. Nachdem der Apoldaer Spitzenspieler in der dritten
Runde ein Remis abgegeben hatte, führte zu Beginn der letzten Runde Mathias Philipp (Vimaria
Weimar) mit voller Punktzahl das Gesamtklassement an. Das direkte Duell der beiden entwickelte
sich zu einem offenen Schlagabtausch. Fünf Stunden und neunzig Züge lang brauchte der Favorit, um
seinen Kontrahenten niederzuringen. Ein falscher Königszug von Mathias entschied am Ende die
Partie. Diese war im wahrsten Sinne des Wortes eine für die Galerie, denn die Anwesenden konnten
alle Züge am ersten Brett auf der Leinwand mittels DGT- Brett verfolgen. Diese Investition hat also bei
seinem ersten Einsatz seine Feuertaufe glänzend bestanden und sorgte für pures Schachfeeling.
Auch die Meuselwitzer Spieler schnitten recht gut ab. Vierter wurde Johannes Naundorf und Jörg
Schmidt erreichte den 7. Platz. Sophia Scheiding hat bei diesem Turnier einen großen Sprung nach
vorn gemacht und erreichte 2,5 Punkte, wobei noch mehr möglich war. Mit diesem Ergebnis wurde
sie als beste Teilnehmerin unter 14 Jahre geehrt.
Der älteste Spieler Bernd Kühnl aus Gera (79 Jahre) spielte ebenfalls ein starkes Turnier und wurde
auf Platz 9 als bester Nestor mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Beste weibliche Teilnehmerin
wurde Angie Geißler (Rodewischer Schachmiezen).
Familienangehörige des Vereins sorgten für das leibliche Wohl und sorgten somit für zufriedene
Gesichter bei allen Teilnehmern, die gern im nächsten Jahr wiederkommen wollen.

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