Salza Gymnasium bei Deutscher Schulschachmeisterschaft der WK M in Karlsruhe

Erwartungsvoll reisten die vier Mädchen Anna Krtschil, Julia Halle, Johanna Winterberg und Laura Schirrmeister vom Salza-Gymnasium Bad Langensalza, die sich für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften qualifiziert hatten, am 3. Mai nach Karlsruhe.

Am Freitag morgen waren die Mädchen des Gymnasiums Oranienburg die ersten Gegner und es konnte der erhoffte Sieg erreicht werden. Allerdings legte Julia am Brett 2 einen Fehlstart hin. Trotzdem hieß es dann 2 1/2 : 11/2, dank der Siege von Johanna und Laura sowie dem Remis von Anna. In der zweiten Runde wurde gegen die Mädchen des Athenaeum Stade gespielt. Diesmal hatte Johanna ein Blackout und stellte im 8. Zug die Dame ein. Die Verhältnisse an den Brettern waren eindeutig und Stade gewann mit 4:0.

Das dritte Spiel entschieden die Thüringerinnen dann wieder für sich. Gegen das Auguste-Victoria-Gymnasium Trier hieß es durch die Siege von Anna und Julia sowie das Remis von Johanna wieder 2 1/2 : 1 1/2. Damit ging der erste Tag mit 4 Punkten und gemischten Gefühlen zu Ende. Es wurde deutlich, welches Niveau zu einer Deutschen Meisterschaft gespielt wird und das alle ihr Potential voll ausspielen müssen, um erfolgreich zu sein.

Am Samstag morgen saßen dann die Mädchen des Werner-von Siemens-Gymnasium Magdeburg an den gegnerischen Brettern. Nach einer Niederlage der erkrankten Anna und den gewonnenen Partien von Johanna und Laura kämpfte Julia am Brett 2 noch um 2 Mannschaftspunkte. Die Partie stand ausgeglichen und die Zeit für beide Spielerinnen war fast abgelaufen. Die Magdeburgerin setzte einen Gewinnversuch und der Schiedsrichter entschied auf Sieg für sie. Damit endete die 4. Runde mit einem 2:2.

Die fünfte Runde gegen AMS Viernheim aus Hessen entschieden die Mädchen aus Bad Langensalza dann wieder eindeutig mit 4:0 für sich. Allerdings hieß es anschließend gegen die Führenden vom Johann-Schöner-Gymnasium Karlstadt aus Bayern am Tisch 1 zu spielen. Die Thüringerinnen mussten sich mit 1:3 geschlagen geben. Anna und Laura einigten sich auf Remis, Julia und Johanna verloren ihre Partien. 

Am letzten Tag wurde mit dem Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg abermals ein sehr starker Gegner zugelost, gegen den letztlich mit 0:4 verloren wurde. Am Ende erreichten die vier Mädchen den 11. Platz mit 7 Mannschafts- und 12 Brettpunkten. Mit ebenfalls 7 Mannschafts-, aber 16,5 Brettpunkten schafften zum Beispiel die Oranienburger den 8. Platz.

Abschließend noch folgende Bemerkung:

Unmittelbar nach den Deutschen Meisterschaften musste Anna in die schriftlichen Abiturprüfungen. Trotzdem ist sie mit der Mannschaft nach Karlsruhe gefahren. Das ist ihr hoch anzurechnen und dafür zollen wir ihr alle Respekt. (Zusätzlich musste sie sich vor Ort noch mit einer Erkrankung herumschlagen.) Es war das letzte Mal, dass die vier Mädchen in dieser Aufstellung die Chance hatten, bei einer Deutschen Meisterschaft zu spielen. Anna beendet nach dem Abitur die Schule und Laura verlässt das Salza-Gymnasium Richtung Erfurt. Wir wünschen Anna viel Erfolg bei den anstehenden Prüfungen !

Zum Schluss noch das Fazit des Trainers Lutz Wolfram, der wie Ingo Winterberg und Matthias Halle die Mädchen begleitet hatte: 3 Siege, 3 Niederlagen und 1 Remis – eine bessere Platzierung wäre möglich gewesen ! Trotzdem können die Mädchen stolz auf ihre Teilnahme sein.